Deutscher Segel-Liga-Pokal Glücksburg

Unser Bericht zum DSL-Pokal in Glücksburg vom 13.-15.10.2017

Crew

Dorian KERN – Steuermann
Lukas ORTH – Pos. 2
Finn BECKER – Pos. 3
Carl-Niklas HAUFE – Pos. 4

Anfahrt

Vorab wurde Freitag der 13. Oktober ersatzlos als Regattatag gestrichen. In diesem Jahr wurde aufgrund des stetig wachsenden Interesse der Vereine, einen Platz in der begehrten 2. Bundesliga zu ergattern, das Event in Glücksburg mit dem ursprünglichen Format als einzige Relegationsmöglichkeit verworfen. Die Vereine hatten in diesem Jahr die Chance sich direkt in 4 separat gewerteten Ligen, Regionalliga-Nord, -Ost, -Süd und -West für die 2. Segelbundesliga zu qualifizieren. Wir konnten uns leider nicht direkt qualifizieren, jedoch qualifizierten wir uns mit unserem Ergebnis für den Deutschen-Segel-Liga Pokal in Glücksburg. Nur die besten Teams, der 1. und 2. Bundesliga, sowie die besten Teams der Regionalligen und Juniorenliga stand es frei am Pokal teilzunehmen. Schließlich gingen 30 Teams aus verschiedensten Vereine an den Start. Da die Regatta in Glücksburg stattfand hatte Finn, da er in Lübeck studiert, im Vergleich zu den restlichen Teilen der Crew einen ungemeinen Vorteil bei der Anreise. Nach der langen Fahrt wurde wir nett an unserer Unterkunft, der Hanseatischen Yachtschule in Glücksburg, empfangen. Am Freitag hatte jedes Team die Möglichkeit sich in 1h 30min auf die kommenden zwei Regattatage vorzubereiten. Wir nutzten diese Zeit und hatten bei gut vier bis fünf Windstärken sehr lehrreiche Stunden. Besonders stand das Einüben von Manövern auf dem Trainingsplan. Hier merkte man anfangs, dass uns die Abstimmung im Team etwas fehlt, trotzdem konnten wir große Fortschritte machen.

Tag 1

Am Samstag Morgen ging es relativ früh aufs Wasser. Natürlich hatte wir bei der Regatta das Ziel unter den besten zwei (bisher nicht qualifizierten) Teams im DSL Pokal zu landen. Leider zerplatzte dieser Traum recht schnell. Die ersten Läufe begannen wir beide sehr gut, mit guten Starts und sauberer Taktik auf der ersten Kreuz kamen wir unter den Ersten an der Luvtonne an. Auch der folgende Vorwind lief – wenn man bedenkt dass wir das erste Mal zusammen auf dem Boot saßen – ziemlich gut. Dann kam allerdings in beiden Läufen die Leetonne, welche uns sehr zu schaffen machte. Im ersten Lauf war es ein kleines Abstimmungsproblem, welches zwar ärgerlich ist, mit dem wir aber bei gut 5 Windstärken rechnen mussten. Dadurch verpassten wir die Leetonne und der Genakker verknotete sich derart ungünstig, dass wir den Lauf aufgeben mussten.
Im zweiten Lauf kam allerdings eine gehörige Portion Pech dazu. Auf Rang drei liegend hatte das vor uns innen liegende Boot Probleme beim Genakker-Bergen, weshalb es für uns völlig unerwartet noch vor passieren der Bahnmarke stark anluvte. Eine Berührung war für uns nicht zu vermeiden.

Anschließend beschlossen wir unsere Strategie zu ändern, so versuchten wir besonders an den Tonnen passiver zu fahren, was uns auch besser gelang. So konnten wir in den weiteren Läufen des Tages annehmbare Laufergebnisse erzielen.

Am Abend haben wir die Ereignisse des Tages zusammen diskutiert und recht kritisch reflektiert.

Tag 2

Für den zweiten Wettfahrtag, nahmen wir uns vor die Regatta zumindest mit einigen guten Läufen zu beenden. Das sollte uns zumindest vereinzelt gut gelingen. So kamen wir in einem Lauf nach gutem Start und taktisch guter erster Runde mit viel Abstand zum Feld als zweiter ins Ziel, was uns natürlich sehr freute, insbesondere weil wir in diesem Lauf das ein oder andere Erst-, und Zweitligateam hinter uns lassen konnten. Auch in den weiteren Läufen konnten wir über weiter Strecken im vorderen Teil des Feldes gut mitfahren aber ein kompletter Lauf ganz vorne gelang uns leider nicht mehr. Hier hakte es oft nur an Kleinigkeiten um sich auf engstem Raum gegen Bundesligateams und gegen die Regionalmeister zu behaupten.

Auch bei diesem Mal wurde uns wieder klar das uns ein entscheidender Punkt von den anderen Teams unterscheidet. Uns fehlt die Erfahrung und das Training um über einzelne Rennen, aber vor allem auch über eine komplette Rennserie konstant mithalten zu können. Trotz des aus seglerischer Sicht nicht perfekten Wochenendes, war es ein sehr schönes und gelungenes Event, das uns viel Spaß machte.

 

Weitere Impressionen gibt es hier.